Die Idee zur Marke

Wenn man an einem verregneten Februar Sonntag eine Mail von einem Mitarbeiter erhält, der beim Aufräumen seines Rechners wieder auf eine in Vergessenheit geratene Idee gestoßen war, dann ist man zunächst sehr neugierig:

Da ist die Rede von mehr Regionalität bei der Beschaffung von Rohstoffen, von Transparenz für den Kunden, von selbst gesteckten Zielen zur Verringerung des CO2 Ausstoßes. Alles Themen, die mich seit meinem Eintritt in die Geschäftsführung einige Monate zuvor beschäftigten.

Wie können wir als mittelständische, traditionelle Mälzerei mit einem hohen Anspruch an uns selbst bestehen gegen die Großen?! Was können wir besser? Was machen wir anders? Was macht uns besonders?

Da lagen nun viele Antworten dieser Fragen vor mir und es fiel uns in den kommenden Wochen leicht, die Idee vom Slow MALTING so weiterzuentwickeln, dass wir uns in unserer täglichen Arbeit damit identifizieren können. Die anfänglich zaghaften Andeutungen bei unseren Kunden, den zukünftigen Weg des Unternehmens regionaler, transparenter und nachhaltiger zu gestalten, stieß auf so große Zustimmung und Unterstützung, dass sich der Weg von einer Idee zur Marke stetig konkretisierte. Es schien, als würden wir das aussprechen, was so viele unserer Erzeuger sowie Kunden bereits im Herzen trugen.

Was fehlte noch? Das Konzept stand, wir wussten um die Unterstützung der Erzeuger und um die Nachfrage der Brauereien. Das Kind brauchte dringend einen Namen. Slow MALTING schien das Konzept perfekt zu beschreiben. Und Dank der Begeisterung einer befreundeten Grafikerin war auch die Gestaltung des Logos eine Leichtigkeit. Nun, da die Slow Malting Fahnen vor unserer Mälzerei im Wind wehen, macht es uns stolz, unsere Überzeugungen und Ziele mit einer so sympathischen Marke verwirklicht zu haben.

Die Arbeit an diesem Projekt hat vom ersten Tag an so viel Freude gemacht und uns über so manchen trüben Tag im Alltag einer Mälzerei getröstet. Das Slow Malting hat uns als Team zusammen geschworen und uns zuversichtlich gemacht, das Unternehmen auch in die kommenden Generationen zu führen. Nun gilt es, die Idee hinaus zu tragen: in die Region, ins Land. Die Resonanz war bisher immer gesprägt von einer Rückbesinnung auf das, was vor Ort geschieht, was vor Ort wächst, was vor Ort Arbeitsplätze erhält. Wenn man im Frühsommer durch Unterfranken fährt, vorbei an unzähligen wunderbar stehenden Gerstenfeldern, wenn man mit den Landwirten spricht, die die Böden ihrer Felder genau kennen und die ihre Arbeit als Lebensaufgabe sehen, dann wissen wir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Wir lieben unsere Arbeit.
Wir lieben unser Handwerk.
Wir lieben Bier.